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 Eva Salm
 
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Weihevorbereitung



Die ersten 12 Tage

 

Von diesen ersten 12 Tagen sagt der heilige Ludwig Maria von Montfort: „Du sollst sie dazu verwenden, Dich vom Geist dieser Welt freizumachen, da er dem Geist Jesu Christi entgegengesetzt ist.“ Das gelingt Dir am besten an Hand der Bergpredigt (Matthäus- Evangelium Kapitel 5-7) Sie ist das Lebensprogramm für die Jünger Christi. Am Schluss jeder Betrachtung bitte den Herrn ganz innig darum, dass Er Dir durch die Hände seiner Mutter all das gibt und schenkt, was Du als wahr und notwendig erkannt hast. „Bittet, und ihr werdet empfangen!“

 

1. Tag:

Die acht Seligpreisungen (Matthäus 5, 3-12) Willst Du so werden? Von diesen wunderbaren Worten sagt Jesus: „Wer diese Meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein. Denn es war auf Fels gebaut" (Mt 7, 24). Willst Du das Haus Deines Lebens auf Felsen bauen? Oder auf Sand?

 

2. Tag:

Von den zwei Wegen (Matthäus 7, 13-14) Du musst Dich entscheiden, ob Du auf den Wegen der Welt gehen willst, sie sind breit und viele gehen dort, aber sie führen bergab, ins Verderben. Oder willst du den schmalen Weg Jesu Christi gehen? Er ist steil, beschwerlicher, aber er führt bergauf!  Zu Gott. Du kannst nicht auf beiden Wegen zugleich gehen. „Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird zu dem einen halten und den anderen verachten. Ich könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon“ (Mt 6,24). Hast Du Dich schon entschieden?

 

3. Tag:

Geld und Besitz (Matthäus 6, 19-34) Der Herr zeigt Seinen Jüngern das einfache Leben, denn das üppige Leben erschlägt den Geist und erstickt das Verlangen nach Gott. Nur im einfachen Leben wird die Stimme Gottes hörbar und die Sehnsucht nach Gott wird stark. Du musst Dich entscheiden, ob Du „Schätze“ sammeln willst, oder ob du den Schatz haben willst, den Dir niemand mehr rauben kann! Gott ist der Schatz Deines Lebens. Ihn sollst Du erwerben, um Ihn sollst Du ringen, nach Ihm soll Dein ganzes Herz verlangen. Solange Dein ganzes Herz an den 1000 Dingen der Welt hängt, bleibt es für Gott kalt. Lebst Du einfach?

 

4. Tag:

Macht und Ruhm (Lukas 4, 7-11) Der Mensch will Macht und Einfluss, Anerkennung und Größe vor den anderen. Ist er aber deswegen auch schon groß vor Gott? Du bist nur so groß, als Du vor Gott groß bist! Und nur so gut, als Du vor Gott gut bist. Du bist nicht das, was die Menschen über Dich denken, sondern das, was Gott über Dich denkt! Trachte danach, in den Augen Gottes gut zu sein! Wenn Du das tust, was vor Gott recht ist, werden Dich die Menschen oft verlachen, verspotten, beschimpfen und verleumden. „Selig seid ihr, wenn ihr um Meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein“ (Mt 5, 11). Willst Du das?

 

5. Tag:

Ehebruch und Trieb-Verfallenheit (Matthäus 5, 27-32) Du weißt, dass heute selbst das Edelste in den Schmutz gezerrt wird. Aber Liebe besteht nicht im Fleisch: „Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5, 8). Wenn Du Dein Herz und Dein Begehren reinigst und rein hältst, dann wirst Du bemerken, wie nahe Du Gott kommst! Du wirst Ihn „schauen“! Wer sein Herz an das Fleisch verkauft, der wird zwischen sich und Gott eine immer dickere Wand spüren. Bis er Gott nicht mehr zu erkennen vermag . . .  Sei treu in der Ehe! Bezähme deine Blicke auf der Straße und im Urlaub. Weich der wilden Gelegenheit aus. Überwinde Dich! Gerade auf diesem Gebiet des Geschlechtlichen ist die Grundeinstellung des Herzens von tiefster Bedeutung. Wenn Du Dich wirklich entschieden hast, dann wird auch Dein Auge allmählich wie von selber sich entschieden und Dein Gefühl wird Deinem Herzen folgen.

 

6. Tag:

Hass und Unversöhnlichkeit (Matthäus 5, 21-26) Jesus sagt uns im Vaterunser, dass wir unserem Bruder vergeben müssen, sonst kann Er uns nicht vergeben und nichts geben! Wenn wir von Gott Gnade wollen, dann müssen auch wir unserem Nächsten gnädig sein. Nicht unversöhnlich. „Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben“ (Mt 6, 14). Verurteil Deinen Nächsten nicht im Zorn, bleib nicht unversöhnlich, trage ihm nichts nach. Sondern geh hin und schließ Frieden mit ihm! Denk daran, dass auch im Nächsten der Herr zugegen ist. Ihm erweise Ehre! Ihm zuliebe sei gut zum Nächsten! „Das habt ihr Mir getan“ (Mt 25, 40).

 

7. Tag:

Oberflächlichkeit und Lippendienst (Matthäus 7, 21-27) Die meisten in unserer Heimat sind getauft, sind „Christen“, empfinden sich als „gläubig“ und bezeichnen sich als „religiös“. Sie rufen sogar  in ihrer Not zu Gott und beten dann: „Herr hilf mir!“ Aber wenn die Not vorbei ist, haben sie Gott vergessen. Und selbst wenn sie beten, bleibt es meist bei Gedanken. Die Taten fehlen! Sie sagen zwar: „Herr, Herr!“, aber sie tun nichts, was Gott von Ihnen will. Jesus sagt: Dein Wille ist nur dann echt, wenn er sich in Deinem Tun äußert! „Wer den Willen meines Vaters im Himmele erfüllt, wird in das Himmelreich kommen.“ Bleib nicht an der Oberfläche! Damit es nicht von Dir einst heißt: „Dieses Volk ehrt Mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von Mir.“ (Mt 15, 8) 

 

8. Tag:

Vergnügungssucht (Lukas 16, 19-26)

Der Herr hat für den reichen Prasser kein Verständnis. Der hält alle Tage glänzende Gelage. Aber vor seiner Haustür geht der arme Lazarus zugrunde. Ist es heute nicht bei vielen sehr ähnlich? Da fliegen die Hunderter  und da ist immer etwas los. Aber Gott kommt nicht mehr dran und auch die Armen dieser Erde kommen nicht mehr dran. Nur „König Ich“ feiert seine Feste. Freund, von diesen Leuten heißt es: „Denk daran, dass du schon zu Lebzeiten deinen Anteil am Guten erhalten hast, Lazarus aber nur Schlechtes. Jetzt wird er dafür getröstet, du aber musst leiden.“ Willst Du Deine Zeit und Dein Geld für das Vergnügen verwenden oder für den Herrn?

 

9. Tag:

Unwahrhaftigkeit (Matthaus 5, 33-37)

Der Herr will, dass man sich auf unser Wort verlassen kann: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein.“ Es ist so viel Täuschung unter den Menschen, so viel Schein, so viel Angeberei, so viel Versteckenspiel, Verbergen und Verheimlichen … So wenig Offenheit, so wenig Verstehen, so wenig Ehrlichkeit. Viele sagen: „Wer ehrlich ist, hat den Schaden.“ Aber der Schaden der Lüge und der Unehrlichkeit ist noch größer. Denn Jesus Christus ist die Wahrheit! Er bleibt nicht dort, wo die Lüge haust. Er ist nur dort spürbar und wirksam zugegen, wo man in aller Offenheit und Wahrhaftigkeit miteinander redet. Sprecht offen und ehrlich miteinander! Dann ist der Herr mitten unter Euch. Vertraust Du auf die Kraft der Wahrheit?

 

10. Tag:

Gott-losigkeit und Gott-Vergessenheit (Matthäus 6, 5-15)

Man spricht heute von der zunehmenden Säkularisierung, und das heißt: Gott kommt nicht mehr vor! In immer mehr Lebensgebieten wird der Name Gottes nicht mehr genannt, nicht mehr gebraucht, nicht mehr berücksichtigt. Der Mensch erinnert sich nicht mehr an Gott, kümmert sich nicht mehr um Ihn, ruft Seinen Namen nicht mehr an, betet nicht mehr . . . Aber Jesus sagt: Ihr sollt beten! Ihr sollt euren Vater im Himmel anrufen, Seinen Willen beachten und befolgen, und wenn ihr Schuld auf euch geladen habt, dann bittet um Seine Vergebung! Freund, das Vaterunser ist Dein Lebens-Programm. Und das Beten ist dabei Deine Kraftquelle, um dieses Programm erfüllen zu können. Hol Dir Kraft aus dem täglichen Gebet! Denn ohne Gott kannst Du nicht gut sein.

 

11. Tag:

Verurteilen und vernichtende Kritik (Matthäus 7, 1-5)

Gott ist Liebe und wenn wir Ihm nahen wollen, muss unser Leben immer mehr Seiner Liebe ähnlich werden. Aber wir Menschen sind so oft Kinder Kains, der seinen Bruder erschlagen hat. Wir erschlagen den anderen nicht mit dem Knüppel, sondern mit Worten. Dann ist er „wie erschlagen“, fühlt sich verurteilt, ausgestoßen, vernichtet, beschämt, minderwertig, verhöhnt  . . . Dann steigt in ihm der Hass auf oder die Verzweiflung, er wird wütend oder versinkt in Depressionen. . . Der Herr sagt uns: Sei gut zum Nächsten! Denk über ihn so, wie seine Mutter über ihn denkt. Sprich über ihn mit Wärme im Herzen. Spricht über ihn so, wie Du haben willst dass andere über dich sprechen in einer ähnlichen Situation. „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird euch zugeteilt werden.“ „Alles, was ihr von den anderen erwartet, das tut auch ihnen!“ (Mt 7, 12) Denkst Du gütig über die anderen?

 

12. Tag:

Verblendung und Betäubung (Matthäus 24,36-44)

Warum begreifen so viele nicht, wieweit es geschlagen hat? Warum erkennen sie nicht, dass das Gericht Gottes nahe ist? Warum denken sie nicht an ihren eigenen Tod und ihre eigene Verantwortung vor Gott? Warum kann man mit solchen Leuten über Gott kaum reden? Ja, es ist so: Viele wollen nichts hören über das Ewige, weil es ihnen lästig ist. Sie hören weg, vor dem Nachdenken, sie betäuben sich mit Lärm und Betriebsamkeit, sie halten das Nachdenken nicht mehr aus, sie wollen die Stille nicht mehr, sie wollen nicht sehen und nicht einsehen . . . Sie sind blind. Es ist die Flucht vor der Wahrheit, Flucht vor dem Erkennen, es ist Betäubung und Verblendung. Aber der Augenblick der Wahrheit kommt. Und er kommt „wie ein Dieb in der Nacht“. Plötzlich. Dann ist es zu spät. Seid also wachsam! Haltet Euch bereit für den Herrn! Vergesst Ihn nicht! Denn Er kommt ganz bestimmt. Dann wirst Du Ihn sehen so wie Er ist Was für ein Augenblick! Bist du bereit“?

 

 

Eine Woche lang Maria kennen und lieben lernen

 

Nach den ersten 12 Tagen der Vorbereitung auf die Weihe sollst Du eine Woche lang trachten, die Bedeutung Mariens immer tiefer zu begreifen. Sie ist Mutter, Mutter der Kirche, Deine Mutter. Lern sie lieben, lern auf sie Vertrauen, lern ihr Kind zu sein, lern auf sie zu hören. Lies in dieser Woche noch einmal besinnlich dieses Büchlein. Denk es durch, überleg, vertrau, ruf Maria an. Vergiss in dieser Woche nicht den täglichen Rosenkranz. Und nimm Dir Zeit für Gott, Zeit für das Gebet, Zeit für die Betrachtung. Denn ohne diese Stille kann der Geist Gottes nicht in die Tiefe Deiner Seele eindringen. Im Lärm kannst du Gott nicht innig finden, wenn Du nicht vorher schon Seine Nähe gesucht hast. Wenn Du dich wirklich liebst, dann gehst Du in die Stille, um mit Dem allein zu sein, Den Du liebst. Sprich mit dem Herrn in der Stille! Sprich mit deiner Mutter Maria. Gönn Dir die tägliche Zeit um das, was Du so innig ersehnst. Bitte um die Erkenntnis Mariens.

Lies auch jeden Tag einen kleinen Abschnitt im Evangelium. Denn  der Rosenkranz und das Wort Gottes sind Dein Rüstzeug für diese wilde Zeit.

 

1. Tag:

Das Gegrüßet seist, du Maria (Lukas I, 28).

Der erste Teil jenes Gebetes, das wir nach fast jedem Vaterunser beten, stammt aus der Heiligen Schrift: „Gegrüßet seist du, Maria voll der Gnade, der Herr ist mit dir.“(Lk 1, 28) Es ist die Anrede  des Engels an Maria. Der zweite Satz des Ave-Maria stamm aus der der Anrede der Elisabet an Maria: „Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes“, Jesus. (Lk 1, 42) Die Engel und Menschen haben Maria in so ehrfürchtiger und liebevoller Weise angeredet. Und wir? Und Du? Maria hat vorausgesagt, dass alle Generationen sie selig preisen werden (Lk 1, 48), denn alle Generationen und Geschlechter werden Segen empfangen durch sie: Sie hat uns den Herrn gebracht, sie bringt den Herrn auch zu Dir. Preis sie selig! Dank ihr von ganzem Herzen Tag für Tag. Dank ihr vor allem dafür, dass sie in Deiner Todesstunde für Dich beten wird und für dich Fürbitte einlegen wird bei Jesus Christus, ihrem Sohn: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.“ Freund, ist das nicht eine wunderbare Bitte? Hier lehrt Dich die Kirche  darauf zu vertrauen, dass Maria für Dich in der Stunde  Deines Todes bitten wird! Ergreif diese Gnade! Bitte Maria darum, dass sie in Deiner Todesstunde für Dich eintritt. Und  bitte sie auch darum, dass sie schon jetzt für Dich Fürbitte leistet! Sie wird es tun: „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.“ Hast du Vertrauen auf diese Fürbitte Mariens?

 

2. Tag:

Das Magnifikat (Lukas 1, 46-55)

Freund, hier erkennst Du den tiefsten Grund, warum gerade  Maria erwählt worden ist: Sie ist die einzige, die wirklich demütig  ist, von Herzen! Sie ist die einzige, in der Stolz und Hochmut nie Platz hatten. Sie ist die einzige, die der Versuchung der Schlange radikal widerstanden hat: „Ihr werdet sein wie Gott …“ Diese Selbstherrlichkeit Luzifers verhindert es, dass Gott zum Geschöpf kommt. Nur der demütige Mensch kann Gott wirklich aufnehmen: „Ich bin die Magd des Herrn.“ Maria weiß, dass es ihre Niedrigkeit war, ihre Demut, die den Herrn angezogen hat: „Auf die Niedrigkeit Seiner Magd hat Er geschaut.“ Das wird das größte Geschenk Mariens an Dich sein: Sie wird Dir etwas von ihrer Demut schenken! Bitte sie darum. Dann wird Gott zu Dir kommen so ähnlich, wie Er zu Maria gekommen ist. Bete oft diese Magnifikat! Es ist ein wunderbares Gebet der Demut. Eine scharfe Waffe gegen den Hochmut in der Seele. Brauchst du mehr Demut?

 

3. Tag:

„Der Heilige Geist wird über dich kommen.“ (Lukas 1, 35)

Das ist der Inbegriff von all dem, was Du Dir ersehnen und erbitten kannst: Dass auch über Dich der Heilige Geist so ähnlich herabkommt wie über Maria und dass auch Du eine würdige Wohnstätte des Heiligen Geistes wirst. Dann wird Er Dich leiten und lenken, Er wird die seelische Kraft in Dir sein und Dein Trost, Dein Licht und Dein Balsam. Aber wie kann das geschehen, dass der Heilige Geist auf dich herabkommt? Wenn Du Dich an den Herrn ganz innig bindest, dann wirst Du ein Geist mit Ihm (1 Kor 6, 17). Sag ähnlich wie Maria zum Herrn: „Ich bin Deine Magd, Dein Knecht!“  Binde Dich ganz innig an Gott und an Seinen heiligen Willen, dann wird auch über Dich die Kraft des Höchsten kommen. Der heilige Geist wird über Dich kommen und Du wirst jubeln über diese Nähe Gottes: „Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“  (Lk 1, 46) Bitte Maria um diese Gnade der vollen Hingabe an den Herrn! Willst du Dich ganz an Gott binden?

 

4. Tag:

„Siehe deine Mutter!“ (Johannes 19, 25-27)

Maria ist die Mutter Gottes. Aber sie ist nicht nur Mutter Christi, sondern auch die Mutter Seines geheimnisvollen Leibes, der Kirche. Deswegen hat das vergangene Konzil von ihr gesagt: Sie ist „Mutter der Kirche.“ Wieso eigentlich? Vom Kreuz herb hat Jesus in dieser Gnadenstunde ihr in der Person des Lieblingsjüngers die ganze Christenheit anvertraut. Darum ist Maria in der Wahrheit auch unsere Mutter, auch Deine Mutter. Auch zu Dir sagt Jesus: „Siehe,  deine Mutter!“ Und zu Maria sagt Jesus auch Deinetwegen: „Frau, siehe dein Kind!“  Von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Nimm auch Du Maria zu Dir, nimm sie auf in Dein Leben! Gib ihr Heimatrecht  in Deinem Herzen, in Deinem Denken und Beten. „Siehe deine Mutter!“ Vertraust Du ihr wie einer guten Mutter?

 

5. Tag:

„Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin“ (Johannes 2,1-9)

Eines der ältesten Marien-Gebete ist das „Unter deinen Schutz und Schirm . . . „ In diesem Gebet haben die Christen seit 1000 Jahren Maria angerufen als Fürsprecherin und Mittlerin. Darin drückt sich der uralte Grundsatz der Kirche aus: „Durch Maria zu Jesus.“ Maria hat uns Jesus gebracht. Durch Maria erhalten wir Jesus. Durch Maria empfangen wir den tiefen Glauben an Jesus. Es ist nicht so, dass Maria zwischen uns und Jesus hinderlich steht. Sie ist nicht eine Mittlerin neben Jesus, denn Jesus ist der einzige Mittler, so sagt die Schrift. Aber wenn Du den Sohn suchst, Maria wird Ihn Dir bringen! Das ist ihre Sendung, ihre Berufung und ihre Auszeichnung von Gott. Sie ist Mutter-Gottes, sie bringt Jesus auch zu mir! Denn ohne Ihn kann ich nicht leben. Er wird das Wasser deines Lebens in den Wein des ewigen Lebens wandeln. Amen. „Betest Du oft dieses „Unter deinen Schutz und Schirm“?

 

6. Tag:

Die Frau der Endzeit (Offenbarung 12, 1-18)

Maria geht als Mutter immer dem Sohn voraus. Auch bei der Wiederkunft ihres Sohnes wird sie Ihm vorausgehen. Als „Frau, mit der Sonne bekleidet“, wird sie den letzten Kampf der Heilsgeschichte gegen die Mächte des Abgrundes führen. Diese apokalyptische „Frau, mit der Sonne bekleidet“ (Offb 12,1), stellt das Volk Gottes dar, aus dem der Messias hervorgeht. Aber die Päpste und die Kirchenväter haben in dieser Frau auch immer das Urbild der Kirche gesehen: Maria, die Mutter des Mystischen Leibes. Sie wird ihre Kinder, „die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten“ (Offb 12, 17), vor den Nachstellungen des Drachen schützen. Ruf Maria an, bleib ihr nahe, dann wird sie Dich auch in den Zeiten der Versuchung und der Drangsale vor dem Bösen beschützen. Vertraust Du auf den machtvollen Schutz Mariens in dieser stürmischen Zeit?

 

7. Tag:

Maria, die schmerzhafte Mutter (Lukas 2, 34-35)

Das ist der Preis dafür, dass Maria die Mutter Gottes werden durfte: „Dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen.“ Wer mit Jesus das Leben teilt, der muss auch Seinen Kreuzweg teilen. Maria hat wie niemand sonst die ganze Verlassenheit Jesu in ihrem Herzen gespürt. Die Mutter! Sie spürt auch Diene Verlassenheit. Denn sie ist auch Diene Mutter. Sie spürt Deine Betrübnis und tröstet Dich: Maria, du Trösterin der Betrübten! Sie spürt Deine Not und erweist Dir Barmherzigkeit: Maria, du Mutter der Barmherzigkeit! Sie spürt Deine Bedrängnis und hilft Dir: Maria, du Mutter der Bedrängten! Sie steht an Deinem Kreuzweg des Lebens, so wie sie am Kreuzweg Jesu gestanden ist: „Maria, du schmerzhafte Mutter, bleibt bei mir in aller Not! Amen.“ Rufst Du Maria an in Deiner Not?

 

 

Eine Woche lang Jesus kennen und lieben lernen

 

Eine Woche der Vorbereitungszeit solltest Du dazu verwenden, Jesus Christus besser zu erkennen. Man kann nicht lieben, was man nicht kennt. Was man nur halb kennt, kann man nicht aus ganzem Herzen lieben. Jesus Christus kennen, heißt genug Erkenntnis besitzen. „Hättest Du alles Wissen der Welt und wüsstest nicht um Ihn, Du wüsstest nichts.“ So sagt der heilige Ludwig Maria von Montfort.

 

Während dieser Woche solltest Du in Ruhe und ohne Hast die Leidensgeschichte des Herrn durchlesen, durchbeten. Er hat es für Dich getan! „Das ist Mein Blut, das für euch vergossen wird.“

 

Vergiss nicht auf den täglichen Rosenkranz! Nur durch dieses tägliche Beten bleibt Dein Herz verbunden mit dem Herrn, nur durch dieses tägliche Gebet kannst Du jene Kraft des Heiligen Geistes empfangen, die Dich zu einem neuen Menschen macht. Der tägliche Rosenkranz und das tägliche Wort Gottes sind Dein Rüstzeug für diese schwierige Zeit!

 

Bitte voll Vertrauen um die Erkenntnis Jesu Christi! Wende Dich an die Mutter des Herrn, sie wird Dir Jesus nahe bringen, so dass Du Ihn lieben kannst, ähnlich wie sie Ihn geliebt hat, und aufnehmen kannst in Dein Leben, ähnlich wie sie Ihn aufgenommen hat. „Bittet, und ihr werdet empfangen!“

 

1. Tag:

„Er lebt! Er ist auferstanden! Er ist eurer Messias!“

Die Leidensgeschichte Jesu ist erschütternd, an ihr erkennst Du seine grenzenlose Liebe, Güte, Hingabe. Aber all das würde wenig bedeuten, wenn es für immer vorbei wäre. Es ist nicht vorbei! Denn Jesus ist nicht Vergangenheit, sondern Gegenwart. Er lebt! (Mk 16, 11) Er ist auferstanden! (Mt 28, 6) Er ist Dein Messias! (Apg 2, 36) Dein Erlöser, Retter, Heiland. Du kannst Ihn anrufen, weil Er lebt, weil Er Dich hört, weil Er dich erhört. Jeder, der Seinen Namen anruft, wird gerettet. Jesus, Du Herr meines Lebens, ich danke Dir und preise Dich! Er hat die Macht, auch Dich aus dem Tod ins Leben zurückzurufen. Wenn Du Dich an Jesus bindest, wirst auch Du auferstehen, wie Er auferstanden ist. Er wird Dich auferwecken und Dir das ewige Leben geben: „Ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.“ (Joh 6, 54) „Wer glaubt, hat das ewige Leben“ (Joh 6,47). Freund, bete zu Jesus, dem Lebenden! Er ist nicht tot, Er lebt! Er hört Dich und erhört Dich. Er ist Dein Erlöser. Glaubst Du daran, Dass Er Dich hört und erhört?

 

2. Tag:

„Für euch“ (Lukas 22, 20)

Die ganze Leidensgeschichte Jesu war für Seine Jünger zuerst unverständlich und erschreckend: Ist Er nicht wie ein Verbrecher am Kreuz gestorben? Hat der Vater Ihn im Stich gelassen? Erst nach Seiner Auferstehung kam ihnen zum Bewusstsein, dass Jesu jener „Gottesknecht“ ist (Mt 12, 15-21), von dem Jesaja sagt: „Er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf Sich geladen. Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen, wegen unserer Sünden zermalmt. Zu unserem Heil lag die Strafe auf Ihm, durch Seine Wunden wind wir geheilt. Der Herr lud auf Ihn die Schuld von uns allen. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt, tat Er Seinen Mund nicht auf. Wegen der Verbrechen Seines Volkes wurde Er zu Tode getroffen. Er gab Sein Leben als Sühnopfer hin. Mein Knecht, der gerechte, macht die vielen gerecht; Er lädt ihre Schuld auf Sich.“ (Jesaja 53, 4-11)

Freund, begreifst Du jetzt das Wort des Herrn, das Er beim Letzten Abendmahl gesprochen hat: „Das ist Mein Leib, der für euch hingegeben wird, das ist Mein Blut, das für euch vergossen wird“? (vgl. Lk 22, 19) Jesus hat alle Deine Sünden und Deine Verschuldungen auf Sich genommen. Er ist statt Dir und für Dich ans Kreuz gegangen. Du brauchst keine Angst mehr zu haben, dass Gott Dir Vorwürfe macht wegen all Deiner Sünden und Verfehlungen, wegen Deiner Unheiligkeit und Selbstherrlichkeit. Denn Du hast Jesus Christus aufgenommen, Du hast Ihm Deine Sünden bekannt, Du hast Dich an Ihn gebunden. Du bist eins geworden mit Jesus durch Deinen Glauben. Jetzt kannst Du in Seinem Namen vor den Vater treten: Er sieht jetzt in Dir seinen geliebten Sohn, Sein Kind. Durch Sein Blut bist Du gerettet, geheiligt, erlöst, Kind des Vaters! Freund, dank Deinem Herrn Jesus Christus, dass Er für Dich all das getan hat! Dank Ihm aus ganzem Herzen, aus ganzem Gemüt und mit allen Deinen Kräften! Jesus, Du mein Erlöser, ich danke Dir von Herzen. Amen.

 

3. Tag:

„Er heilte sie alle.“ (Matthäus 4, 24)

Warum sind ganze Scharen von Menschen zu Jesus gekommen, damals und zu allen Zeiten? Weil Er sie alle heilte, all die verwundeten Seelen und zerbrochenen Herzen. „Er heilte sie alle.“ (Mt 4, 24) Jesus will auch Deine verwundete Seele heilen, Er will Dich heilmachen, stark machen durch Seinen Heiligen Geist! Das geschieht in dem Maße, als Du für Seinen Heiligen Geist empfänglich bist! Wenn Du Dein Herz für Jesus öffnest und Dich ganz an Ihn bindest, hingibst, dann kann Er Dir Seinen eigenen Geist geben: das „Öl“ für die Wunden, den „Balsam“ für Deine Seele. Jesus heißt „der Gesalbte“ (hebräisch Messias, griechisch Christos), weil dieser Heilige Geist,  den Er gibt, wie Öl und wie Salbe ist, heilende Salbe und linderndes Öl, köstlicher Balsam, der unsere Seelen gesund macht. Freund, Jesus fragt auch Dich heute: „Glaubst du, dass ich dir helfen kann?“ (vgl. Mt 9,28) Nur wenn Du Ihm völlig vertraust und Dein Herz voll Vertrauen öffnest, kann Er in Dir wirken und Dich heilen. Zeig Ihm Deine Wunden! Breite Deine verwundete Seele vor Ihm aus! Er wird heilen, helfen, retten, anrühren und heil machen. Dann wird Er auch zu Dir sagen: „Wie du geglaubt hast, so soll es geschehen.“ (Mt 9, 29)

 

4. Tag:

Der Gute Hirte: „Die Schafe hören auf Seine Stimme.“ (Johannes 10,3)

Das ist das Geheimnisvolle an dieser vollkommenen Hingabe an Jesus durch Maria: Wenn Du Dich völlig an Jesus bindest, dann wirst Du mehr und mehr Seine Stimme hören! Es ist eine ganz feine, leise, innerste Stimme, eine Gewissensstimme, im innersten Herzen. So wie ein Mensch, der innig liebt, die Gedanken des anderen „errät“ und „spürt“, so wirst auch Du diese innerste Stimme des Herrn „hören“. Weil Du zu Seinen Schafen gehörst, zu Seiner Herde. Denn Du hast Ihn als Hirten Deines Lebens erwählt. Lass Dich von Ihm leiten! – Das ist der Kern der Hingabe an den Herrn: Dass Du Dich völlig abhängig machst von Ihm! Dass Du nicht mehr das tust, was Du selber willst, sondern das, was Er will! Dass also der Wille des Vaters immer mehr Dein ganzes Tun und Lassen beherrscht. So wirst auch Du in Wahrheit zum „Knecht Gottes“ und zur „Magd des Herrn“. Ein Knecht tut nicht, was Ihm beliebt, sondern was sein Herr von ihm wünscht. Durch diese radikale Abhängigkeit vom Willen Gottes wirst Du „eins mit Ihm“! Das ist das tiefste Geheimnis dieser vollkommenen Hingabe an den Herrn: Weil Du Deine Seele Ihm ganz zur Verfügung stellst, kann Er Dich gänzlich mit Seinem Heiligen Geist, erfüllen! Das wirst Du bemerken als seelische Kraft, als Trost und Licht, als Freude und Frieden, als Liebe und Führung. Mach Jesus zum Hirten Deiner Seele! Hör auf Seine Stimme: „Herr, was willst Du, dass ich tue?“

 

5. Tag:

„Wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.“ (Johannes 14, 23)

Wenn Du Dich radikal an Jesus bindest, wirst Du Seine Gegenwart immer stärker erfahren. Am Anfang ist es fast unmerklich, später ist es oft wie eine schmerzhafte Entbehrung, aber allmählich wird es eine deutlich wahrnehmbare Gegenwart des Herrn: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt 28, 20) Wodurch entsteht diese spürbare Gegenwart Gottes? Durch Liebe! Wenn Du Ihn wirklich mit ganzem Herzen und das heißt mit Deinem ganzen Leben liebst, dann verwirklicht sich das Wort Jesu: „Wenn jemand Mich liebt, wird er an Meinem Wort festhalten; Mein Vater wird ihn lieben, und Wir werden zu Ihm kommen und bei Ihm wohnen.“ (Joh 14, 23) Freund, ruf Jesus immer wieder an, bleib bei Ihm, bleib mit Ihm verbunden den ganzen Tag hindurch. Dann wird Er „kommen“ und bei Dir „wohnen“, ständig, wohltuend, erlösend. Durch diese innere Erfahrung geht Dir das tiefe Geheimnis auf: „Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir, und Ich in ihm.“ (Joh 6,56) Geh so oft Du kannst zur heiligen Kommunion! Glaubst Du, dass der Herr in Dir wohnt?

 

6. Tag:

„Wer Mein Jünger sein will, nehme täglich sein Kreuz auf sich.“ (Lukas 9, 23-27)

Das Kreuz Christi kannst Du nicht dadurch tragen, dass Du eine gewaltige Willensanstrengung aufbringst, sondern dadurch, dass eine große Liebe in Dir wächst! Nur die Liebe macht die Seele stark, nur die Liebe ist zum Opfer fähig, nur die Liebe ist bereit, für den anderen das eigene Leben zu verlieren. Diese Liebe aber ist die Frucht des Heiligen Geistes. Gib Dich ganz an den Herrn hin! Binde Dich an Jesus durch Maria. Leg Dein ganzes Herz in ihre Hände. Aus dieser Liebe wird die Kraft kommen zu all dem, was der Herr Dir zeigen wird. Geh Seinen Weg!

 

7. Tag:

Die Leidensgeschichte des Herrn (Matthäus 26, 1 - 27, 66)

Wieso ist Jesus in diese schreckliche Geschichte hineingeraten? Freund, weil die „Kinder des Kain“ allezeit existieren. Sie erschlagen den Bruder, weil sie neidig sind, auf seinen Besitz, sein Glück, seinen Frieden, seine seelische Größe, seinen Erfolg! „Aus Neid“ haben sie Jesus ausgeliefert! (Mt 27,18) Sie wollten die Wahrheit nicht mehr hören und Seine Erfolge nicht mehr mit ansehen. Als man Ihn erschlug, hat Er nicht zurückgeschlagen, als man Ihn verleumdete, hat Er nicht zu streiten angefangen. Sein Schicksal ist das Schicksal von jedem, der in Seine Fußstapfen tritt und Sein Jünger wird. Die Leidensgeschichte ist Deine Geschichte! Lies sie sorgfältig, lies sie öfters. Lies sie als Wegweisung für Dein eigenes Leben. Lese sie auch dann noch, wenn Du diese Weihe vollzogen hast. Geh oft den Kreuzweg des Herrn, Seine 14 Stationen sind Stationen auf dem Weg vieler Menschen. „Wer Mein Jünger sein will, nehme täglich sein Kreuz auf sich.“

 

 

Eine Woche lang das Beten lieben lernen

 

In diesen letzten Tagen der Vorbereitungszeit solltest Du überlegen, wie Du es in Zukunft mit dem Beten halten willst. Denn das Beten ist die Hauptquelle jener Kraft, die Gott uns geben will.

 

Gebet ist ein Mysterium, ein unerforschliches Geheimnis, denn es ist die Begegnung mit Deinem Schöpfer. Im Gebet wirst Du ein Sehender, ein Liebender, ein Starker. Im Gebet erfährst Du etwas von der Seligkeit des Himmels. Im Gebet führt Dich Gott auf Seinen Wegen. Beim Beten gibt Er Dir die Kraft, das Böse zu überwinden. Das Mysterium des Gebetes besteht darin, dass Du den Anfang des Himmels erfährst, das Kommen Gottes. Aber all das geschieht in der Tiefe des Menschen, nicht an der spürbaren Oberfläche. Deswegen merkst Du die Früchte des Betens oft erst nachher, an den Auswirkungen. Das ist die alles entscheidende Frage Gottes an Dich: Willst du mit Mir verbunden leben? Dann wähl das Gebet. Das ist keine Zeitfrage, sondern eine Frage des Herzens. Der Weg zu Gott ist so kurz, dass Dir dafür immer noch ein Augenblick Zeit bleibt.

 

Du spürst in Dir den Heißhunger nach innigem Gebet. Nimm Dir Zeit für Den, der in Dir dieses Verlangen entzündet hat! Ruh Dich aus in der Stille Seiner Gegenwart. Lass Dich von Ihm durchtränken, von Seinen Geist, Seinem Feuer, Seinem Blut. So wirst Du in Deiner Seele heil. So kommt der Frieden in Dich hinein. So heilen die tödlichen Verletzungen der Seele. So wirst Du wissen, was Erbarmen heißt, Vergebung, Versöhnung mit Gott und dem Nächsten. So gehörst Du zu den Menschen, die Gott schauen, Frieden stiften und dieser Welt das Feuer des Geistes bringen. Gott ist die einzige Liebe, die niemals enttäuscht. Er ist immer da. Es ist so gut, bei Ihm zu sein. Sein Wille ist Glück.

 

Wenn Du nicht zu einem Beter wirst, bleibt alles Strohfeuer. Dann wirst Du eines Tages mit einem Glauben dastehen, der dürr ist wie ein Skelett. Freund, Gott hat Dich erwählt, denn Er hat Dir diese große Leidenschaft für Christus gegeben. Deswegen wird Er Dir auch die Augen öffnen im Gebet, bis Du Ihn zu schauen vermagst! Beginn mit dem treuen täglichen Beten! Dann bricht das neue Pfingsten in Deinem Leben an.

 

1. Tag:

„Ihr seid das Licht der Welt.“ (Matthäus 5, 14-16)

Jesus Christus ist das Licht der Menschen, das in der Finsternis leuchtet, aber die Finsternis hat es nicht erfasst. (Joh 1, 4) Als Jünger Christi sollst auch Du ein Licht sein für die Menschen, das in der Finsternis dieser Zeit leuchtet. Auch ein kleines Licht kann eine große Finsternis überwinden! Mach Maria zu Deiner „Welt“, in der Du lebst, mach die Worte Jesu zum Maßstab Deines Lebens, mach das Gebet zu Deiner Gewohnheit und Kraft, dann wird Licht in Dir sein! Und dann wird Dein Licht auf viele ausstrahlen, die in der Finsternis sind. Sie werden durch Dich zum Leben finden, zum Herrn. Zwischen Licht und Finsternis gibt es keine Versöhnung. Wenn Du die Grundsätze der Welt annimmst, dann wird Dein Licht erlöschen und Du wirst niemandem mehr helfen können. Bewahr Dir die Nähe des Herrn im Gebet! Dann wirst Du Sein Wort bewahren.

 

2. Tag:

„Seid also wachsam! Haltet euch bereit!“ (Matthäus 24, 42)

 Der schläfrige Mensch weiß nichts von dem, was rund um ihn vor sich geht. Nur wenn Du wach bist, erkennst Du, was sich wirklich ereignet. Was ereignet sich heute wirklich in der Welt? Ja, es ist der Entscheidungskampf zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis, zwischen den Mächten des Himmels und der Hölle. Und Du musst diese Entscheidung treffen! Du stehst mitten in diesem Kampf. Alles, was Du tust, ist Entscheidung. Auch wenn du nichts tust, hast Du entschieden. . . Die Menschen wollen vor dieser Tatsache die Augen verschließen. „Nichts sehen, nichts hören, nichts denken.“ Das ist der schläfrige Mensch. Aber auch er hat sich entschieden. Gegen die Wahrheit. Der Herr wird ihn fragen, warum er die Wahrheit nicht geliebt hat. Du aber sollst der Wahrheit ins Auge schauen: Bleib wach in Deiner Seele! Erkenn die Gegenwart des Herrn und Sein Gericht. Bleib mit Deinem Herzen bei Gott, halt fest am Gebet. Dann wirst Du wissen um die Nähe Gottes, um die Gebote Gottes und Du wirst Seine Kraft empfangen. „Haltet euch bereit.“ (Mt 24, 44)

 

3. Tag:

„Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt.“ (Apostelgeschichte 2, 4)

Wenn Du Dich wirklich ganz an den Herrn hingibst, wird Er auch Dich mit Seinem Heiligen Geist erfüllen. Dann wirst Du begreifen, dass Gott unser Herz selig macht! Und Du wirst den Menschen diese Begeisterung für Gott weitergeben können. Du wirst Jesus Christus bezeugen und verkünden können, weil der Geist in Dir am Werk ist. Mit dem Rosenkranz in der Hand oder dem Jesus-Gebet im Herzen wirst Du durch die Straßen gehen. Du wirst den Frieden zwischen verfeindete Familien tragen, Du wirst durch Taten der Versöhnung oft mehr sagen als durch Worte: „Er ist unter euch. Das Reich Gottes ist euch nahe!“ Du wirst begreifen lernen, dass die schlimmste Hungersnot dort wütet, wo die Seele unterernährt ist. Und deswegen wirst Du die Wahrheit verkünden, und zwar mit jenen Worten, wie der Geist sie eingibt. Dann werden die Menschen aufhorchen und spüren: Das kommt von Gott! Der Geist Gottes wird Dir die Kraft geben, in Seiner Gegenwart auszuruhen, Er wird Dir die Kraft des Gebetes geben mitten im Lärm des Tages. So werden die Leute an Dir die Gegenwart Gottes spüren, Seine Stimme, Seine hilfreiche Hand, Seinen gütigen Blick, Sein Ohr, Sein Wort . . . Hab Mut, in der Welt, die immer mehr entgleist, den Menschen das Wichtigste zu bringen: die Nahrung für die Seelen, das Wort des ewigen Lebens, den Geist des Friedens und die Nahe des Herrn.

 

4. Tag:

„Wir sind frei! Maria, wir danken dir!“

Freund, erkenn die Macht des Rosenkranzgebetes: Durch dieses machtvolle Gebet ist unsere Heimat Österreich 1955, zehn Jahre nach Kriegsende, von der russischen Besatzungsmacht frei geworden. Niemals zuvor haben die Sowjets ein Gebiet freigegeben, das sie einmal in ihrer Gewalt hatten. Aber in Österreich hatten viele Hunderttausend Menschen die Freiheit erbetet. Der Rosenkranz-Sühnekreuzzug war 1946 in Mariazell entstanden. Da hatte die Muttergottes zu Pater Petrus ganz deutlich gesagt: „Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben!“ P. Petrus wusste, was Maria meinte: „Betet täglich den Rosenkranz!“, so hatte sie in Fatima gesagt. Es ist das mächtige Gebet der Kirche. Pater Petrus veranstaltete Lichterprozessionen auf der Wiener Ringstraße und bat den damaligen Bundeskanzler Figl mitzugehen. „Herr Pater, und wenn wir zwei allein gehen, mein Vaterland ist es mir wert.“ So ging der Bundeskanzler den Rosenkranz betend an der Spitze des Zuges, dem eine unübersehbare Menschenmenge folgte. Als Julius Raab Bundeskanzler wurde, ging auch er genauso gläubig an der Spitze jenes Zuges, der alljährlich zum Fest Maria Namen auf der Ringstraße den Rosenkranz betete um Frieden und Freiheit für Österreich. 1955 rief Bundeskanzler Raab Petrus an: „Herr Pater, bitte beten Sie! Bitte lassen Sie Ihre Mitglieder beten wie noch nie!“ Kurze Zeit darauf, am 15. Mai 1955, wurde der lang erbetete Staatsvertrag unterzeichnet. Da ergriff der Bundeskanzler das Wort. Er war zutiefst davon überzeugt, das die Freiheit von den Rosenkranzbetern des Pater Petrus erbetet worden war, und er sprach das auch offen aus: „Wir sind frei! Maria, wir danken dir! Wir wollen auch weiterhin beten, die Himmelkönigin möge ihren Schutzmantel auch in der nächsten Zeit über unser schönes Land breiten, und sie möge auch fernerhin für unsere Zukunft Fürsprecherin sein bei Ihrem göttlichen Sohn!“ Freund, Maria sagt auch zu Dir: „Tut, was ich euch sage, und ihr werdet Frieden haben! Glaubst Du das? Tust Du das?

 

5. Tag:

Wo fehlt es? Betet! Betet!

Unserem Zeitalter fehlt die Begegnung mit Gott, die Berührung mit Gott, die Kraft, die von Ihm ausgeht. Das „Schauen“ Gottes fehlt, das Jesus den reinen Herzen verheißen hat: „Selig die ein reines Herz haben, sie werden Gott schauen.“ Wo fehlt es heute? Es fehlt an Menschen, die sich gefangen nehmen lassen von Gott, weil ihr ganzes Herz an Ihm hängt. Sie empfangen Seine Kraft: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommt.“ Nur wer Gott begegnet, kann wirklich glauben, vertrauen, lieben,. Die Menschen unserer Tage erleben die Krise ihres Glaubens, weil sie Gott kaum mehr begegnen. Freund, wo fehlt es bei Dir? Ist der Kern Deines Lebens verdorrt? Verhungert Dein Herz, weil ihm die Speise des ewigen Lebens fehlt? Hab Mut, das Wesentliche zu tun. Setz das Gebet an die erste Stelle, alles andere kommt dann nach. Gott wird Dir dann all den Trost geben, den Du brauchst, und jene Kraft, die nur Er geben kann.

 

6. Tag:

Die wirkliche Umkehr, der wirkliche Glaube, eine gute Beichte

Wenn Du diese vollkommene Hingabe an Jesus durch Maria machst, dann wird ohne Zweifel der Geist Gottes mehr und mehr in Dien Leben einziehen. Du merkst das unter anderem daran, dass der „Geist der Wahrheit“ Dir vieles zum Bewusstsein bringt, was Du früher einfach nicht gespürt hast, nicht erkannt hast. In wachsendem Maße wird Er Dir zum Bewusstsein bringen, dass es tatsächlich ein Gericht Gottes gibt, dass es eine Sünde gibt, und dass es eine Verantwortung vor Gott gibt. Der Heilige Gott wird Dir mehr und mehr vor Augen stehen, die Gottesfurcht wird in Dir lebendig. Der Geist der Wahrheit wird vieles aufdecken, was am Grunde der Seele verborgen war. Dadurch ergibt sich die eigenartige Situation, dass Du Dir jetzt, durch diese vollkommene Hingabe, oft als ärgerer Sünder vorkommst als vorher! Das starke Licht, das Gott Dir gibt, zeigt Dir auch viel stärker den starken Schatten! Dadurch wächst Dein Bedürfnis, zu beichten, zu bekennen, Dich zu reinigen und Buße zu tun. Das ist ein Segenszeichen! Geh also beichten, ehe Du die vollkommene Hingabe machst. Es geht dabei nicht um die Aufzählung von vielen Sünden, sondern um die wirkliche Umkehr zu Gott: Willst Du Dich wirklich Ihm ganz unterwerfen? So Dass Er der Herr über Dein Leben werden soll und Du in allem Seinen Willen suchen und tun willst? Willst Du Dir Zeit zu dieser täglichen Begegnung mit Gott nehmen? Hast Du wirklich Frieden im Herzen, wenn Du jetzt an Gott denkst? Oder ist noch ein Vorwurf, eine innere Unruhe in Dir? Machst Du auch Frieden mit Deinem Nächsten? Oder hast Du noch Vorwürfe und Anklagen gegen ihn im Herzen? Versöhn dich mit Deinem Nächsten, ehe Du diese vollkommene Hingabe vollziehst. Es ist eine segensreiche Erfahrung: Geh einmal im Monat zur Beichte! So hilft Dir der Geist der Wahrheit, immer tiefer Deine Seele zu reinigen und zu erneuern.

 

7. Tag:

Überleg heute den Weihetext, den Du morgen sprechen wirst.

Die Weihe an Jesus durch Maria ist eine bewusste Erneuerung Deiner Taufe. Als die ersten Christen getauft wurden, da kam der Heilige Geist über sie! Es war am Pfingsttag. Dreitausend Menschen ließen sich damals taufen, so wie Petrus aufgerufen hatte: „Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen . . . Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation! Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen . . . Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.“ (Apg 2, 38) Freund, so sollst auch Du Dich völlig und ganz hingeben an Jesus Christus, damit auch Du die Gabe des Heiligen Geistes empfängst und ein Mensch des Geistes wirst. Die Redlichkeit dieser Hingabe an den Herrn zeigt sich daran, dass Du Ihm „das Kreuz nachträgst alle Tage Deines Lebens und Ihm treuer bist, als Du es bisher warst“. So sagt der Weihetext.

 

 

In Gegenwart des ganzen himmlischen Hofes erwählst Du Maria als Deine Mutter und Herrin. Du weihst Dich Jesus durch Maria. Das Wort Weihe bedeutet soviel wie das lateinische Wort vinculum = Band. Du bindest Dich an Jesus durch Maria mit einem unzerreißbaren Band. Du überlässt Ihm die Verfügungsgewalt über Deine ganze Existenz, über Dein Hab und Gut, über Deine Gesundheit und Deine Pläne, über Deinen  Leib und Deine Seele. Freund, in wessen Händen könnte Dein Leben besser geborgen sein als in der Hand des Herrn? In den Händen Seiner Mutter? Du übergibst dem Herrn die volle Verfügungsgewalt über dein Leben, über Deine Zukunft und über Deine Ewigkeit. Du willst tun, was Gott will! Das ist der tiefste Kern aller Hingabe an den Herrn. Es ist der Weg zum Glück.

 

Zweifle nicht daran, dass der Herr Dich hört und ernst nimmt, wenn Du das alles aussprichst. Denn wenn Du das gleiche zum Teufel sagen würdest, würde auch er Dich ernst nehmen! Denk daran: Gott hört Dich, wenn Du diese Worte der Hingabe aussprichst. Und Er nimmt Dich radikal ernst. Er vergisst diese Worte nicht, selbst wenn Du sie jemals vergessen könntest. Er hat Dich in Seine Hand geschrieben und wird Deiner niemals vergessen.

 

 



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